Bei der Berufsausbildung erlernst du alle praktischen Fähigkeiten des Jobs direkt im Betrieb. Ergänzend dazu hast du Unterricht in der Berufsschule. Die Ausbildung dauert zwei bis dreieinhalb Jahre. Am Ende hast du einen anerkannten Berufsabschluss in der Tasche und kannst direkt ins Arbeitsleben starten. In Deutschland gibt es derzeit 324 Ausbildungsberufe. Beliebte Jobs in der Energiebranche sind beispielsweise Umwelttechnolog:in, Elektroniker:innen, Anlagenmechaniker:innen sowie Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement.
Beim dualen Studium wechselst du zwischen Hochschule und Unternehmen. Nach sechs bis acht Semestern schließt du mit dem Bachelor ab – und verfügst zudem über jede Menge praktische Arbeitserfahrung. Bei manchen Studiengängen ist zusätzlich sogar eine Berufsausbildung integriert. Relevante duale Studiengänge im Energiesektor sind etwa Informatik, Elektrotechnik, BWL oder Versorgungs- und Energiemanagement.
Arbeitest du gern mit den Händen oder lieber mit dem Kopf? Magst du es eher anschaulich als theoretisch? Lernst du gern strukturiert oder lieber selbstständig? Du weißt am besten, was dir gefällt und wo deine Stärken liegen – und die solltest du bei der Berufsorientierung bedenken. Außerdem hilft es, wenn man sich mal mit den Vorzügen der beiden Bildungswege vertraut macht. Hier findest du sie im Überblick:
Während für eine Ausbildung die erweiterte Berufsbildungsreife (eBBR) oder die mittlere Reife (MSA) reichen, brauchst du für ein Studium das Abitur oder die Fachhochschulreife. Bei der Ausbildung zählen vor allem praktische Fähigkeiten, im Studium musst du auch wissenschaftlich arbeiten und komplexe theoretische Inhalte verstehen. Eine Ausbildung ist eher klar strukturiert, es gibt feste Arbeitszeiten und betriebliche Vorgaben. Im Studium bereitest du dich eigenständig auf Prüfungen vor. Die Ausbildungsvergütung ist oft geringer als das Gehalt der Studierenden. Dafür zahlen Azubis keine Studiengebühren und steigen früh und schuldenfrei in den Beruf ein. Studierende dagegen zahlen Studiengebühren und müssen Miete sowie Lebenskosten oft selbst finanzieren – mitunter per Bafög. Dafür verdienen sie später dann meist mehr.
Wofür auch immer du dich entscheidest: Gutes Timing zählt. Die betrieblichen Ausbildungen starten in der Regel im August oder September, in manchen Branchen auch im März oder April. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du dich bereits im letzten Schuljahr um deine Bewerbung kümmerst. Ob als Industriemechaniker:in, Kaufleute für Büromanagement oder Informationstechniker:in: Es gibt viele spannende Jobs in der Energie- und Wasserwirtschaft und verschiedene Weg dorthin. Los geht’s!