# Guide Service 15.12.2025

Ausbildung Elektronik: Dein Weg in die Branche

Elektroniker:innen sind das Rückrad der Energiewirtschaft. Ob Anlagen installieren, Systeme warten oder Störungen beheben – sie sorgen für Zukunftssicherheit.
Ein Elektroniker prüft einen Schaltschrank mit dem Tablet. Pv productions / shutterstock.com
Handy, WLAN-Router, Spielekonsole und Licht: Ohne Strom läuft nichts. Elektroniker:innen sorgen dafür, dass dieser dahin fließt, wo er gebraucht wird – sicher, zuverlässig und immer öfter digital gesteuert.

Deine Aufgaben als Elektroniker:in 

Elektroniker:innen sorgen z. B. dafür, dass Stromkreise korrekt geplant, verlegt und abgesichert sind. Weitere typische Aufgaben sind:

  • Leitungen verlegen und anschließen
  • Sicherungs- und Verteilerkästen montieren und verdrahten
  • Steckdosen, Schalter, Leuchten und Bewegungsmelder einbauen
  • Anlagen prüfen, messen und protokollieren
  • Fehler in defekten Systemen finden und beheben

Von Smart Home bis Solaranlage

Elektroniker:innen arbeiten in einem stark digitalisierten Berufsfeld. Neben Kabeln und Schaltern gehören moderne Technik und Software zur Grundausstattung. Damit reparierst du z. B.:

  • Smart-Home-Systeme, die Licht, Heizung und Rollläden steuern
  • Netzwerk- und Kommunikationsanlagen
  • Steuerungen für Lüftung, Heizung und Klimaanlagen
  • PV-Anlagen (Solarstrom), Batteriespeicher und Wallboxen für E-Autos

Du programmierst Zeitschaltuhren, nimmst intelligente Gebäudetechnik in Betrieb und prüfst, ob alle Komponenten zusammenarbeiten. Dabei verbindest du handwerkliche Arbeit mit digitaler Steuerungstechnik.

Junge Frau mit Schutzhelm und Arbeitskleidung arbeitet lächelnd an einem geöffneten Schaltschrank oder technischen Gerät. Volle Power: Eine Elektronikerin prüft die Spannung mit einem Multimeter
© Quality Stock Arts / shutterstock.com

Elektroniker:innen – eine Job mit Perspektive 

Nach deiner Elektroniker:innen Ausbildung arbeitest du in einem Bereich, den es immer geben wird: Ob Neubau, Sanierung oder Umrüstung auf energieeffiziente Systeme – ohne Elektro-Profis geht es nicht.

Wenn eine Anlage plötzlich ausfällt, eine Sicherung rausfliegt oder eine Maschine stillsteht, müssen Fachkräfte schnell entscheiden, was zu tun ist. Du prüfst, wo die Störung liegt, bewertest Risiken und sorgst dafür, dass alles wieder sicher läuft.

Volle Power: zwischen Baustelle, Betrieb und Kund:innentermin

Abwechslung ist dir als Elektroniker:in sicher. Dein Tag kann zum Beispiel so aussehen: 

  • auf der Baustelle Leitungen und Dosen vorbereiten
  • in einem Altbau Installationen erneuern
  • bei Kund:innen Lampen, Sprechanlagen oder Rauchmelder montieren
  • in einer Werkstatt Verteilungen verdrahten
  • Im Unternehmen Anlagen mit Messgeräten prüfen
  • Absprachen treffen mit Bauleiter:innen, Ingenieur:innen und anderen Handwerker:innen 

So läuft die Ausbildung zum/zur Elektroniker:in ab

Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre. Sie ist dual aufgebaut, d. h. du lernst abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Dort lernst du z. B.:

  • Grundlagen der Elektrotechnik (Strom, Spannung, Widerstand)
  • Aufbau von Stromkreisen und Schutzmaßnahmen
  • Installationssysteme in Wohn- und Zweckgebäuden
  • Lesen und Erstellen von Schalt- und Installationsplänen
  • Einsatz von Mess- und Prüfgeräten
  • Grundlagen der Gebäudeautomation und Smart Home
  • Arbeitssicherheit, Erste Hilfe und Unfallverhütung

Um diese Aufgaben zu meistern, brauchst du Interesse an Technik, Physik und Mathe, logisches Denken und Lust auf handwerkliche Arbeit. 

Mehr Chancen mit Zusatzqualifikationen

Wenn du nach der Abschlussprüfung als Elektroniker:in mehr Verantwortung übernehmen oder mehr verdienen möchtest, stehen dir verschiedene Wege offen:

  • Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker:in Elektrotechnik – damit planst und steuerst du z. B. komplexe Automatisierungs- oder Energiesysteme.
  • Meister:in im Elektrotechniker-Handwerk – damit kannst du Teams leiten, Auszubildende anlernen oder deinen eigenen Betrieb gründen
  • Studium, z. B. Elektrotechnik, Energietechnik, Gebäudetechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen – damit entwickelst du z. B. technische Lösungen und leitest Projekte.

So kannst du vom Azubi zur gefragten Fach- oder Führungskraft werden – mit sehr guten Perspektiven in einer Branche mit Zukunft.

Ausbildung klingt gut? Aber studieren auch? 

Mit einem dualen Studium hast du zwei Abschlüsse in der Tasche. Hier findest du findest du Plätze in den Bereichen Gebäudetechnik, Elektrotechnik, Elektrische Energietechnik und Wirtschaftsingenieurwesen.  

Steckbrief Elektroniker:in
Berufseinstieg:duale Ausbildung im Elektrohandwerk oder in der Industrie
Dauer: in der Regel 3,5 Jahre
Schulabschluss:meist mindestens MSA; je nach Betrieb auch mit gutem Hauptschulabschluss möglich
Fachliche Anforderungen: Interesse an Physik, Technik und Mathe; Verständnis für technische Zusammenhänge
Hilfreiche Eigenschaften: sorgfältige und sichere Arbeitsweise, Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit, räumliches Vorstellungsvermögen, Freude an praktischer Arbeit
Typische Arbeitsorte: Wohn- und Geschäftsgebäude, Baustellen, Werkstätten, Industrieanlagen, Gebäude- und Energietechnikbetriebe, Unternehmen der Elektro- und Energiewirtschaft
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