# Stories Interview 12.02.2026

Umwelttechnologin: Leonies Weg in die Wasserwirtschaft

Vielseitig, praxisnah, zukunftssicher: Leonie Gronau schätzt die Vorteile, die sie in ihrer Ausbildung zur Umwelttechnologin für Abwasserbewirtschaftung beim Wasserverband Eifel-Rur (WVER) genießt. Wie ihr Ausbildungsalltag zwischen Labor, Kläranlage und Berufsschule läuft und was sie an der Wasserwirtschaft reizt, erzählt sie hier.
Leonie Gronau
Auszubildende Umwelttechnologin für Abwasserbewirtschaftung beim Wasserverband Eifel-Rur
© Wasserverband Eifel-Rur
„Es gibt drei Gründe, warum ich mich für die Wasserwirtschaft entschieden habe. Zum einen ist sie superwichtig für unsere Umwelt und unsere Zukunft. Außerdem ist es eine innovative Branche, die sich immer weiterentwickelt. Und schließlich bietet sie mir einen sicheren Arbeitsplatz mit guten Aufstiegsmöglichkeiten.“
Warum hast du dich für diese Ausbildung entschieden? Gab’s einen bestimmten Moment oder Tipp, der dich überzeugt hat?
Ich habe nach einer Ausbildung im technischen Bereich gesucht, bei der ich auf den Beinen bin – und nicht so viel im Büro sitze. Ich wollte eine Ausbildung, die mir berufliche Perspektiven bietet. Gleichzeitig war mir wichtig, in einem Bereich zu arbeiten, der eine sinnvolle und zukunftssichere Tätigkeit bietet. Durch Gespräche mit Menschen in meinem Umfeld, die schon Jahre in diesem Bereich arbeiten, habe ich mich ziemlich schnell für die Ausbildung zur Umwelttechnologin für Abwasserbewirtschaftung entschieden.
Wie läuft ein typischer Tag in der Ausbildung bei dir ab?
In den Phasen meiner Ausbildung, in denen ich auf der Kläranlage eingesetzt bin, starte ich meinen Arbeitstag um 6:30 Uhr. Nachdem ich meine privaten Klamotten gegen die Arbeitskleidung getauscht habe, begleite ich die Mitarbeiter:innen der Anlage bei ihrem Arbeitsalltag. Ich beobachte und helfe mit, wo ich kann. Entweder unterstütze ich die Kolleg:innen im Labor bei der Analyse von Abwasser- und Schlammproben, oder ich bin direkt auf der Anlage im Einsatz und lerne vor Ort, wie diese betrieben und instand gehalten wird. Nachmittags endet mein Arbeitstag mit dem Schreiben meines Tagesberichts. Dann kurz duschen und zurück in meine privaten Sachen – Feierabend.
Was gefällt dir an deiner Ausbildung am besten?
Ich mag, dass wir sehr vielseitig ausgebildet werden. Neben der Schule und der Zeit auf den Kläranlagen wird die Ausbildung durch externe Lehrgänge und Wochen im zentralen Ausbildungszentrum ergänzt. Dort lernen wir Elektrotechnik und Metalltechnik – ein super Mix. Wir bekommen super viel Unterstützung in allen Bereichen: von Weiterbildungen und persönlicher Förderung bis zu Einblicken in Arbeitsbereiche, die über unseren normalen Berufsalltag hinausgehen. Ich bin wirklich begeistert, wie engagiert die Mitarbeiter:innen uns ausbilden: Ich darf sehr viel selbstständig machen und wann immer ich Hilfe brauche, ist jemand für mich da.
Welche Aufgaben fallen dir nicht so leicht?
Zu Beginn war mein großes Problem, dass ich kaum chemische Grundkenntnisse hatte, die ich in der Berufsschule aber brauche. Meine Kolleg:innen haben das schnell erkannt und mich dabei unterstützt, mir das nötige Know-how anzueignen.
Was machst du, wenn du mal nicht weiterkommst?
Wenn ich auf der Kläranlage mal nicht weiterweiß, sind meine Kolleg:innen immer da, um mir Fragen zu beantworten und Dinge zu erklären. Auch die Ausbilder:innen im Ausbildungszentrum können wir immer erreichen, wenn mal was passiert, was sich nicht so einfach selbst lösen lässt.
Wenn du für einen Tag eine Superkraft haben könntest, die dir im Job hilft, welche wäre das?
Ich hätte gern ein fotographisches Gedächtnis. Damit könnte ich mir alle Bücher aus der Schule direkt merken und müsste nie wieder was auswendig lernen.
Saubere Sache: Leonie beim Außeneinsatz in einer Kläranlage Saubere Sache: Leonie beim Außeneinsatz in einer Kläranlage
© Wasserverband Eifel-Rur

Klingt spannend? Hier findest du weitere Infos zum Thema Umwelttechnolog:in für Abwasserbewirtschaftung. Du möchtest wie Leonie einen technischen Beruf mit Sinn lernen und in der Wasserwirtschaft durchstarten? Dann informiere dich jetzt über die Ausbildungsangebote beim Wasserverband Eifel-Rur. Viele weitere Praktika und Einstiegsmöglichkeiten gibt´s hier

Weitere Artikel
Die duale Studentin Elona Stein am Arbeitsplatz bei der Schleswig-Holstein Netz GmbH
# Stories Interview
Elona Stein: Duale Studentin bei Schleswig-Holstein Netz
Im Interview berichtet Elona von täglichen Aufgaben sowie ihren Vorteilen und Perspektiven als Wirtschaftsinformatikerin in der Energiewirtschaft.
Weiterlesen
Luke Wellmann
# Stories Interview
Luke Wellmann: Azubi bei Thyssengas
Ein zweiwöchiges Praktikum zeigte Luke schnell, wohin die Reise geht: in die kaufmännische Richtung. Heute durchläuft er verschiedene Abteilungen, arbeitet eigenständig und übernimmt Verantwortung.
Weiterlesen
Ein Elektroniker prüft einen Schaltschrank mit dem Tablet.
# Guide Service
Ausbildung Elektronik: Dein Weg in die Branche
Handy, WLAN-Router, Spielekonsole und Licht: Ohne Strom läuft nichts. Elektroniker:innen sorgen dafür, dass dieser dahin fließt, wo er gebraucht wird – sicher, zuverlässig und immer öfter digital gesteuert.
Weiterlesen
Alle Artikel im Magazin